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inSpaze – eine Spatial Community im Apple Vision Pro Universum

Als Apple im Febru­ar 2024 die Visi­on Pro ver­öf­fent­lich­te, war schnell klar, dass der wah­re Mehr­wert die­ser Tech­no­lo­gie nicht nur in Enter­tain­ment oder Pro­duk­ti­vi­tät liegt, son­dern weit­aus mehr Mög­lich­kei­ten bie­tet wie der Begeg­nung zwi­schen Men­schen im digi­ta­len Raum. Genau hier setzt inSpa­ze an – die ers­te nati­ve Social-App, die voll­stän­dig für App­les spa­tia­len Com­pu­ter ent­wi­ckelt wurde.

Ein neu­er sozia­ler Raum für das räum­li­che Zeitalter

Hin­ter inSpa­ze steht Hel­lo Group Inc., ein chi­ne­si­sches Social-Media-Unter­neh­men, das mit Platt­for­men wie MOMO oder Tantan längst bewie­sen hat, wie digi­ta­le Com­mu­ni­ties funk­tio­nie­ren. Mit inSpa­ze hat das Unter­neh­men eine Brü­cke geschla­gen zwi­schen klas­si­scher Web-2-Kom­mu­ni­ka­ti­on und dem neu­en, drei­di­men­sio­na­len Internet.

Seit dem 5. Febru­ar 2024 ist die App im Apple App Store ver­füg­bar – nativ auf visi­o­nOS, aber auch als Begleit-App für iPho­ne und iPad. So kön­nen Nut­zer ohne Head­set den­noch mit den Visi­on-Pro-Anwen­dern inter­agie­ren. inSpa­ze ist damit kei­ne Spie­le­rei, son­dern eine ech­te sozia­le Platt­form für das Spatial Computing.

Der Ein­stieg: Dein eige­ner Raum

Nach der Instal­la­ti­on führt ein geführ­ter Set­up-Pro­zess direkt in einen eige­nen per­sön­li­chen Raum. Die­ser lässt sich frei gestal­ten – Far­ben, Wän­de, Bil­der, Licht­stim­mung. In der Mit­te steht ein Tisch, dar­um beque­me Hocker.
Bis zu acht Per­so­nen kön­nen gemein­sam in die­sem Raum sit­zen. Was zunächst schlicht klingt, ent­fal­tet sich in der Nut­zung als völ­lig neue Art der digi­ta­len Begeg­nung: Gesprä­che fin­den nicht mehr flach auf einem Bild­schirm statt, son­dern in einem atmo­sphä­ri­schen Raum mit räum­li­chem Ton und greif­ba­ren Objekten.

Apple erlaubt bis­lang kei­ne frei­en Ava­tare im Visi­on-Pro-Sys­tem. Statt­des­sen greift inSpa­ze auf die Per­so­na Cam zurück – sie zeigt den ech­ten Nut­zer als rea­li­täts­na­hes Ava­tar-Abbild in einem vir­tu­el­len Frame. Das schafft eine eigen­wil­li­ge, aber char­man­te Form der Präsenz.

Tei­len, zei­gen, erleben

Der zen­tra­le Tisch ist mehr als Deko­ra­ti­on – er ist der Anker­punkt des Aus­tauschs.
Hier kön­nen Nut­zer Bil­der, Objek­te oder Datei­en able­gen, die dann in Echt­zeit allen Teil­neh­men­den sicht­bar sind. Fotos erschei­nen wie aus­ge­druck­te Abzü­ge, 3D-Objek­te schwe­ben leicht über der Flä­che. So wird das Gespräch auto­ma­tisch visuell.

Dar­über hin­aus gibt es ein Chat-Fens­ter, das wie eine erwei­ter­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Schicht funk­tio­niert: Man kann dort mit Per­so­nen außer­halb des Rau­mes schrei­ben oder Anfra­gen von Zuschau­ern („Spec­ta­tors“) erhal­ten, die den Raum nur beob­ach­ten. Die­se Zuschau­er­funk­ti­on erlaubt es, mehr als acht Per­so­nen an einem Event teil­ha­ben zu las­sen. Die Spec­ta­tors schwe­ben buch­stäb­lich über der Sze­ne und kön­nen zuhö­ren, beob­ach­ten oder sich über Chat mel­den, wenn sie aktiv teil­neh­men möchten.

Der Video­raum unter dem Nordlicht

Ein High­light ist der Video­raum: eine nächt­li­che Platt­form unter einem Nord­licht-Nacht­him­mel. Hier sich Vide­os gemein­sam anschau­en – gesto­chen scharf, in der gewohnt hohen Qua­li­tät der Visi­on Pro.
Das Ambi­en­te wirkt fast medi­ta­tiv: Der Ster­nen­him­mel, das lei­se Fla­ckern der Polar­lich­ter und das Ein­tau­chen in gemein­sa­mes Erle­ben schaf­fen eine Atmo­sphä­re, die eine ech­te Wohl­fühl­at­mo­sphä­re schaf­fen. Wir ken­nen die­se Mög­lich­kei­ten aus eini­gen Anwen­dun­gen ande­rer Social VR Anbie­ter, oder auch nati­ver Apps wie alte Ver­sio­nen wie Ocu­lus TV. Man hat hier schnell den Ein­druck, wie­der an sol­chen Orten zu sein.

Begeg­nung mit der Community

Schon kurz nach dem Ein­stieg wird deut­lich, dass inSpa­ze kei­ne lee­re Welt ist. Bei einem Besuch begeg­ne­te mir sofort ein deut­scher Nut­zer, der sich Zeit nahm, die Funk­tio­nen zu erklä­ren – ein schö­nes Bei­spiel für die offe­ne Kul­tur der Com­mu­ni­ty.
Spä­ter führ­te der Weg in einen von Lisa von inSpa­ze mode­rier­ten Raum. Hier tra­fen sich Men­schen aus den USA, Aus­tra­li­en, Deutsch­land und Nor­we­gen.
Obwohl der Raum für acht akti­ve Plät­ze aus­ge­legt war, waren zwölf Per­so­nen gleich­zei­tig anwe­send. Durch höf­li­che Abspra­chen im Chat wur­de dyna­misch Platz gemacht, damit neue Spre­cher in die akti­ve Run­de wech­seln konn­ten. Ein Sys­tem, das erstaun­lich gut funk­tio­nier­te und zeigt, wie sozia­le Dyna­mik auch in vir­tu­el­len Umge­bun­gen orga­nisch ent­ste­hen kann.

Eine Platt­form mit Potenzial

Die­se ers­ten Ein­drü­cke zei­gen: inSpa­ze ist weit mehr als ein Tech-Demo.
Es ist ein funk­ti­ons­fä­hi­ges sozia­les Netz­werk im Raum, das klas­si­sche Web-2-Ele­men­te (Chat, Medi­en-Uploads, Pro­fi­le) mit immersi­ver Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bin­det. Beson­ders inter­es­sant ist die Bil­der­wand, auf der Nut­zer Fotos pos­ten, kom­men­tie­ren und Threads bil­den kön­nen – qua­si ein räum­li­ches Insta­gram, ein­ge­bet­tet in 3D-Räume.

Die Begleit-App für iPho­ne und iPad erlaubt zudem Mes­sa­ging, Kon­takt­ver­wal­tung und Teil­nah­me an Mee­tings auch ohne Head­set. Damit wird inSpa­ze zur Brü­cke zwi­schen der fla­chen Welt des Web 2.0 und der räum­li­chen Welt des Web 3.0 / Web 4.0.

Meta­ver­se – neu gedacht

Was hier ent­steht, ist ein Meta­ver­se auf Apple-Basis – im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes „spatial“.
Die Platt­form erfüllt alle Merk­ma­le, die das Meta­ver­se im Kern definieren:

  • Ort­un­ab­hän­gi­ge Inter­ak­ti­on zwi­schen Menschen,
  • digi­ta­le Prä­senz in gestalt­ba­ren Räumen,
  • Teil­ba­re Inhal­te als gemein­sa­me Bezugspunkte.

Egal ob in einem voll­stän­dig vir­tu­el­len Raum, einem digi­ta­len Zwil­ling oder einer mit AR-Ele­men­ten erwei­ter­ten Rea­li­tät – ent­schei­dend ist, dass Men­schen über ein Medi­um an einen Ort gebracht wer­den, um dort gemein­sam zu agie­ren.

inSpa­ze lie­fert damit eine neue, greif­ba­re Ant­wort auf die oft abs­trak­te Metaverse-Definition:

Meta­ver­se sind vir­tu­el­le Räu­me, in denen Men­schen orts­un­ab­hän­gig in digi­ta­ler Form mit­ein­an­der inter­agie­ren können.

Den­noch ist inSpa­ze nicht das, was man mitt­ler­wei­le als Meta­ver­se ken­nen­ge­lernt hat. Viel­leicht braucht es hier­für einen neu­en Begriff wie zum Bei­spiel „Spatial Community“.

Par­al­le­len zur VR Familie

Das erin­nert stark an eta­blier­te Meta­ver­se-Gemein­schaf­ten wie die unse­rer VR Fami­lie.
Dort tref­fen sich die Mit­glie­der regel­mä­ßig um ein vir­tu­el­les Lager­feu­er – ein sym­bo­li­scher Fix­punkt für Aus­tausch und Nähe.
inSpa­ze folgt dem­sel­ben Prin­zip: In der Mit­te steht ein Tisch als sozia­ler Anker, um den sich Men­schen ver­sam­meln, um Inhal­te zu tei­len und Gesprä­che zu füh­ren.
Wo bei klas­si­schen Video­calls jeder iso­liert vor sei­nem Bild­schirm sitzt, sitzt man hier wirk­lich gemein­sam an einem Tisch – egal wo auf der Welt man sich befindet.

Die Spa­tia­le Community

Mit inSpa­ze ent­steht auf der Visi­on Pro die ers­te wirk­lich sozia­le Platt­form für das räum­li­che Inter­net.
Sie ver­bin­det die Struk­tur klas­si­scher Netz­wer­ke mit der Immersi­on des Spatial Com­pu­ting und bringt Men­schen in einen gemein­sa­men, erleb­ba­ren Raum.
Die Com­mu­ni­ty ist am Wach­sen. Dar­un­ter etwa 80 Nut­zer aus Deutsch­land –, und das Poten­zi­al ist enorm und bie­tet eine Viel­zahl an Mög­lich­kei­ten, neu­ar­ti­ge und inno­va­ti­ve Events zu veranstalten.

inSpa­ze zeigt, wie der Schritt vom Web 2.0 in das drei­di­men­sio­na­le Web aus­se­hen kann: nicht als Mar­ke­ting-Schlag­wort, son­dern als geleb­te Erfah­rung.
Und viel­leicht ist das genau der Moment, in dem ein Begrif­fe wie Meta­ver­se noch kon­kre­ter wer­den – als ein Ort, an dem Men­schen sich digi­tal aber real begegnen.

Pierre Kretschmer

Senior Spezialist Digitales Marketing und Extended Reality. Gründer der VR Familie. Worldbuilder und Metaverse Enthusiast.

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